Arbeitsrecht: “Narrenfreiheit” für Arbeitnehmer in der Karnevalszeit

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„Karnevals“ARBEITSrecht: Al Capone trifft Clown – im närrischen Treiben lauern ernste Gefahren für’s Arbeitsverhältnis


Posted on 26. Januar 2016 by rechtsanwaltpaderborn


Rechtsanwalt Warm, Paderborn „Karnevals“ARBEITSrecht: Al Capone trifft Clown – im närrischen Treiben lauern ernste Gefahren für’s Arbeitsverhältnis
(Quelle: HochGLANZ Paderborn – für ein schöneres Paderborn / Foto: Jan Fuhlrott)
Die 5. Jahreszeit erfreut sich auch im HOCHglanz-Gebiet immer größerer Beliebtheit. Als gebürtiger Rheinländer freut’s mich.
Immer mehr Orte organisieren Karnevalsumzüge und Vereine feiern fröhlich mit Büttenreden und Funkenmariechen. Geprägt von Ausgelassenheit und Narrentum lassen die Jecken mit Begeisterung alte Bräuche hochleben. Doch Vorsicht: Nicht alles ist mit einer Tarnung als Miss Piggy oder Panzerknacker zu entschuldigen! 
Sollte Lucky Luke nach einer Kamellenkanone auf dem Karnevalsumzug einen Tinitus erleiden, so hat er keinen Anspruch auf Schadensersatz – er hätte sich schließlich – anders als im Wilden Westen – nicht schutzlos der Gefahr aussetzen müssen. (LG Trier, Urteil v. 05.06.2001, 1 S 18/01)
Grundsätzlich ist eine Verkleidung kein Freibrief für entsprechendes Benehmen. So fühlte z.B. Al Capone sich bedrängt, weil seiner Krawatte an Altweiberfastnacht die Schere der Kollegin drohte. Später hat Al Capone sich aus Angst vor dem Angriff eines im Geschehen beteiligten Clowns ganz nach Gangster-Manier gewehrt und dem Clown ein Bierglas ins Gesicht gestoßen. Was nach Fernsehen klingt, hat ein böses Nachsehen:
Al Capone wurde fristlos gekündigt.
Ihm half auch die Berufung auf eine krankhafte Angststörung und seine Schwerbehinderung nicht (LAG Düsseldorf, AZ 13 Sa 957/15).
MEINTipp: Gebt keinen Anlass, um Eurem Arbeitgeber Grund für eine verhaltensbedingte Kündigung zu liefern! Und wenn’s doch mal unlustig werden sollte … BITTE KEIN WILDWEST!
Mitgeteilt von Rechtsanwalt Martin J. Warm, Paderborn


„HOCH RECHTLICH! Recht verständlich …“ lautet meine Kolumne, die im HochGLANZ Paderborn – für ein schöneres Paderborn, erscheint. Dort betrachte ich bekanntlich aktuelle Themen der jeweiligen Ausgabe aus Anwaltssicht. Rechtlich fundiert, aber nicht zu ernst, sondern mit einem „anwaltlichen Zwinkern in den Augen“.
In der soeben erschienen aktuellen Ausgabe habe ich mich – passend zum Themengebiet zum Wein beschäftigt. Womit? Natürlich dem „WEIN“Recht, besser gesagt dem Gewährleistungsfall!
Dieses Rechtsgebiet gibt es natürlich nicht wirklich. Der Beitrag „Genussrecht: In vino veritas – wenn die Wahrheit im Wein nicht schmeckt“ ist dennoch hoffentlich informativ für alle diejenigen, die schon einmal mit Wein im weiteren oder überhaupt zu tun hatten oder sich damit beschäftigt haben.
Wo gibt es das Magazin? An über 1.200 Ausgabestellen im Stadtgebiet Paderborn, Elsen, Neuhaus, Bad Lippspringe, Hövelhof, Salzkotten, Büren und Delbrück.
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