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Artikel Tagged ‘Vergütung’

Arbeitsrecht: Außerordentliche Kündigung während der Freistellung?

17. April 2012 Keine Kommentare

Im Rahmen der Beendigung von Arbeitsverhältnissen vereinbaren Arbeitnehmer und Arbeitgeber häufig eine Freistellung des Arbeitnehmers für die verbleibende Vertragslaufzeit. Auch in der Freistellungsphase kommt es nicht selten zu Unstimmigkeiten. Rechtlich interessant wird es, wenn der Arbeitgeber glaubt, dem Arbeitnehmer vor Ablauf der Restlaufzeit noch fristlos kündigen zu müssen. Mehr…

Arbeitsrecht / Wirtschaftsrecht: Leiharbeit – Equal Pay geht teils mit schlechteren Steuerregelungen einher

12. April 2012 Keine Kommentare

Leiharbeitnehmer haben inzwischen nicht nur einen Anspruch auf gleiche Bezahlung wie die Stammbelegschaft, sondern auch auf den Zugang zu Gemeinschaftseinrichtungen, wie zur oftmals vergünstigten Kantine. Hierbei sind aber einige steuerliche Besonderheiten zu beachten. Mehr…

Arbeitsrecht: Mehrarbeit – Vergütungserwartung

8. März 2012 Keine Kommentare

Bei Fehlen einer (wirksamen) Vergütungsregelung verpflichtet § 612 Abs. 1 BGB den Arbeitgeber, geleistete Mehrarbeit zusätzlich zu vergüten, wenn diese den Umständen nach nur gegen eine Vergütung zu erwarten ist. Eine entsprechende objektive Vergütungserwartung ist regelmäßig gegeben, wenn der Arbeitnehmer kein herausgehobenes Entgelt bezieht.

Der Kläger war als Lagerleiter zu einem monatlichen Bruttoentgelt von 1.800,00 Euro bei der beklagten Spedition tätig. Im Arbeitsvertrag hatten die Parteien eine wöchentliche Arbeitszeit von 42 Stunden vereinbart. Bei betrieblichem Erfordernis sollte der Kläger ohne besondere Vergütung zu Mehrarbeit verpflichtet sein. Nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses verlangt der Kläger Vergütung für 968 in den Jahren 2006 bis 2008 geleistete Überstunden.

Das Arbeitsgericht hat die Klage abgewiesen, das Landesarbeitsgericht hat ihr stattgegeben. Der Senat hat die Revision der Beklagten zurückgewiesen. Die Beklagte schuldet dem Kläger nach § 612 Abs. 1 BGB Überstundenvergütung. Angesichts der Höhe des vereinbarten Bruttoentgelts war die Leistung von Überstunden nur gegen eine zusätzliche Vergütung zu erwarten. Der vertragliche Ausschluss jeder zusätzlichen Vergütung von Mehrarbeit war wegen Intransparenz nach § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB unwirksam. Der Arbeitsvertrag lässt aus der Sicht eines verständigen Arbeitnehmers nicht erkennen, welche Arbeitsleistung der Kläger für das regelmäßige Bruttoentgelt schuldete. Er konnte bei Vertragsschluss nicht absehen, was auf ihn zukommen würde.

Quelle: PM BAG 16/12 vom 22.02.2012; BAG, Urteil vom 22. Februar 2012, 5 AZR 765/10
Vorinstanz: Landesarbeitsgericht Sachsen-Anhalt, Urteil vom 05.10.2010, 6 Sa 63/10

Mitgeteilt von Rechtsanwalt Martin J. Warm, Fachanwalt für Arbeitsrecht, Fachanwalt für Steuerrecht, Anwalt für Mittelstand und Wirtschaft, Paderborn, www.warm-wirtschaftsrecht.de

 

Arbeitsrecht: Anspruch auf Weihnachtsgratifikation bei gekündigtem Arbeitsverhältnis

23. Februar 2012 Keine Kommentare

Der Anspruch auf eine Weihnachtsgratifikation kann vom ungekündigten Bestehen des Arbeitsverhältnisses zum Auszahlungszeitpunkt abhängig gemacht werden. Es kommt nicht darauf an, wer das Arbeitsverhältnis gekündigt hat. Eine entsprechende Bestimmung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen hält einer Inhaltskontrolle nach § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB stand. Voraussetzung ist, dass nicht die Vergütung von Arbeitsleistungen bezweckt ist. Mehr…

Arbeitsrecht: Verjährung von Vergütungsansprüchen am Ende des Jahres

29. Dezember 2011 Keine Kommentare

Nach einem bestimmten, gesetzlich festgelegten Zeitraum kann ein Anspruch nicht mehr geltend gemacht werden, wenn der Schuldner der Leistung die sogenannte Einrede der Verjährung erhebt. Ende des Jahres könnten Vergütungsansprüche verjähren. Mehr…

Arbeitsrecht: Angestellte Anwälte können Überstunden trotz unwirksamer Pauschalabgeltung nicht ohne weiteres vergütet verlangen

25. November 2011 Keine Kommentare

Eine Klausel im Anstellungsvertrag eines Rechtsanwalts, wonach durch die Vergütung eine etwaig notwendig werdende Über- oder Mehrarbeit abgegolten ist, ist zwar mangels Transparenz unwirksam. Hieraus folgt aber nicht unbedingt ein Anspruch auf Vergütung der Überstunden. Gerade bei Diensten höherer Art gibt es keinen allgemeinen Rechtsgrundsatz, dass jede Mehrarbeitszeit oder dienstliche Anwesenheit über die vereinbarte Arbeitszeit hinaus zu vergüten ist. Mehr…

Unternehmensrecht / Gesellschaftsrecht: Zu den Voraussetzungen der Kreditunwürdigkeit einer Gesellschaft i.S.d. Regeln über den Eigenkapitalersatz

25. November 2011 Keine Kommentare

Kreditunwürdig i.S.d. Regeln über den Eigenkapitalersatz kann eine Gesellschaft nur dann sein, wenn sie tatsächlich einen Kredit benötigt. Ein Kreditbedarf, der nur aufgrund zu gering kalkulierter Abschlagszahlungen des Gesellschafters oder eines mit ihm verbundenen Unternehmens entstanden ist und der nachträglich bei richtiger Betrachtungsweise entfällt, reicht dafür nicht aus. Mehr…

Gesellschaftsrecht: Was gilt für die Angemessenheit von Geschäftsführergehälter einer Familien-GmbH?

15. November 2011 Keine Kommentare

Hat eine Familien-GmbH 3 Geschäftsführer angestellt, anstatt wie üblich nur einen, sind die Bezüge nur unter dieser Voraussetzung angemessen: Die Vergütung aller Geschäftsführer zusammen muss um mindestens 30% geringer sein, als das Dreifache des höchstens als angemessen anzusehenden Gehalts für einen Geschäftsführer. Mehr…

Steuerrecht: Steuerliche Behandlung von Aufsichtsratsvergütungen

11. November 2011 Keine Kommentare

Die OFD Magdeburg hat sich zur steuerlichen Behandlung von Aufsichtsratsvergütungen geäußert: Größere Unternehmen stellen den Mitgliedern ihres Aufsichtsrats neben der Barvergütung mitunter Büroräume, Bürokräfte und Kfz zur Verfügung. Es ist die Frage aufgeworfen worden, ob der Wert dieser Leistungen als Aufsichtsratsvergütung i. S. d. § 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG anzusehen ist. Mehr…

Steuerrecht: Geschäftsführender Komplementär kein Unternehmer

8. November 2011 Keine Kommentare

Der Komplementär einer aus natürlichen Personen bestehenden Kommanditgesellschaft kann nicht im umsatzsteuerrechtlichen Sinne selbständig tätig sein. Die Finanzverwaltung hat sich dem einschlägigen BFH-Urteil nun angeschlossen. Mehr…